USA

Im Schuljahr 2011-2012 findet kein Austausch mit Amerika statt. Nachfolgend ein Eindruck aus dem Schuljahr 2009/2010.

Schüleraustausch über den großen „Teich“ (Sj.2009/2010)

Die  15 Schülerinnen und Schüler der Realschule und des Gymnasiums Neckartenzlingen würden gerne das Abenteuer Amerikaaustausch noch einmal angehen! Die elf Mädchen und vier Jungen verbrachten mit ihren beiden Begleitlehrern vom 18. März bis 14. April 2010 vier erlebnisreiche Wochen im Westen der USA.

Inzwischen besteht die Schulpartnerschaft zwischen Springfield in Oregon und den Neckartenzlinger Schulen seit 26 Jahren. Jürgen Gaisser vom Gymnasium und Annelies Peltzer-Munzinger von der Realschule organisieren und leiten dieses Jahr gemeinsam das Unternehmen.


Andere Länder – andere Sitten

Der Austausch wird im Rahmen von GAPP (German American Partnership Program) durchgeführt. Das Ziel ist das Kennenlernen des völlig anderen Schulsystems und des Alltags einer American High School und das Leben in einer amerikanischen Familie. Da die Schüler als Repräsentanten unseres Landes gelten, sollten sie sich auch von ihrer besten Seite zeigen und wurden schon im Vorfeld darauf vorbereitet. Damit der Kulturschock kein Problem wird, erhielt die Gruppe hilfreiche Tipps für Schule und Gastfamilie. Anhand eines Situations- und Fragenkatalogs sollten die Schüler lernen, wie man sich freundschaftlich seinem Partner annähert, damit sich die „Chemie“ möglichst positiv entwickelt. Jeder sollte versuchen, sich in Situationen hineinzuversetzen, um zu verstehen, warum unhöfliches Verhalten die Partnerschaft belasten und wie etwas ausgedrückt werden kann, ohne den Partner zu beleidigen oder zu verletzen, wenn es eine richtige oder falsche Antwort nicht gibt. Informationen zur Landeskunde, die verschiedenen Religionen und Minderheiten wurden erörtert, Umrechnungen der Temperaturskala von Celsius in Fahrenheit und umgekehrt wurden angestellt, da man 104 Grad Fieber haben könnte, beim Backen den Herd aber auf ca. 360 Grad schalten muss. Leider hatte es dann morgens häufig nur 32 Grad, was dem Gefrierpunkt entspricht. Klimatisch gesehen dürfte sich Oregon von Deutschland nicht sehr unterscheiden, da wir fast auf dem gleichen Breitengrad liegen, jedoch gehört die Westküste der USA zu einer Zeitzone, die um neun Stunden gegenüber der MEZ verschieden ist. Um Missverständnisse und Verwechslungen zu vermeiden, verwies man die Schüler auf die sprachlichen Unterschiede, die es zwischen dem britischen und dem amerikanischen Englisch gibt. Die Auswahl und Einübung der Präsentationsthemen beanspruchte viel Zeit.


Eigene Heimat in der Highschool vorgestellt

Die dann in verschiedenen Klassen auf Englisch gehaltenen Präsentationen konnten am German Evening ganz souverän den Gasteltern vorgetragen werden, die auch nicht mit Beifall sparten. Die Themen umfassten „Schulprojekte des Gymnasiums“ von Katharina und Sandra, „Stuttgart 21“ von Tim, „Daimler“ von Daniel, „Die Wilhelma“ von Kim und Madeleine, „Die Schwäbische Alb“ von Jona und Tobias, „Märchenschlösser im Allgäu“ von Anja, Emily und Julia, „Boss“ von Jessica und Lisa und als letztes „Ritter Sport Schokolade“, welches Natalie und Tessa mit kleinen Probiertäfelchen für die Zuhörer versüßten. 

Während der Schultage besuchten die deutschen Schüler entweder den Unterricht mit ihren Partnern oder wählten Fächer, die sie besonders interessierten wie Spanisch, Russische Geschichte, Chor, Band, Drama oder Gesundheitserziehung. In diesem Fach unterstützte eine Polizistin die Fachlehrerin und klärte über Verbrechen, wie z.B. sexuellen Missbrauch und die Bestrafung derartiger Taten auf. Sehr beliebt war vor allem Sport, welcher an der amerikanischen Schule einen hohen Stellenwert einnimmt, insbesondere die verschiedenen Sportdisziplinen Track, Cheerleading, Basketball, Golf oder Gewichtheben.

Alle amerikanischen Schüler der Klassen 9 bis 12 besuchen die Highschool, wo auch behinderte Schüler integriert werden, diese erhalten jedoch im Einzelfall spezielle Förderung.


Ausflüge in die Wüste und ans Meer

Während der einwöchigen Frühlingsferien (Spring Break) führten die Familien ihre deutschen Gäste in die verschiedenen Regionen des schönen Staates Oregon. Ein gemeinsamer Ausflug zum Smith Rock State Park zeigte einen Teil der herrlichen Landschaften, von berauschend schönen Wasserfällen, Lavafeldern, die steppenähnliche Hochwüste und die gewaltigen weißen ca. 3000 Meter hohen Vulkankegel: Mount Hood, Mt. Washington, Mt. Jefferson, Mt. Bachelor, die Three Sisters und den schwarzen Lava Butte. In der kleinen Westernstadt Sisters fühlt man sich ins vorletzte Jahrhundert bzw. in die alten Wildwestfilme versetzt. 

Donnerstag und Freitag vor Ostern verbrachten wir an der Pazifikküste. Ein besonders aufregendes Erlebnis bot die Dune-Buggy-Fahrt in den unendlich weiten Dünen südlich von Florence. Das Wetter hatte diesmal sehr gut mitgespielt und wir kriegten jede Menge Sand ab. Für amerikanische Verhältnisse ist Florence eine alte Stadt (gegründet 1893) und die Brücke über den Siuslawfluss, der hier ins Meer mündet, bietet einen schönen Anblick. Ein paar Meilen nördlich befindet sich das Naturschutzgebiet Darlingtonia Botanical Wayside, welches der fleischfressenden Kobralilie gewidmet ist. Der Highway 101 führte uns an Heceta Beach mit dem berühmten Leuchtturm vorbei nach Norden. Bei mehreren Stopps konnte man die unendliche Gewalt des Ozeans sehen und spüren, nicht zuletzt in unserem Hotel in Yachats, da es in der Nacht zum Freitag sehr stürmisch wurde.

Wegen des unwirtlichen Wetters konnten wir leider keine Grauwale sehen, doch im Hatfield Marine Science Visitor Center in Newport durften wir Meerestiere wie Seesterne und Seeanemonen berühren, wunderbare Quallen bestaunen und dem lieben Oktopus ins Auge schauen. Natürlich durfte man die berühmte Muschelsuppe in Mo’s Restaurant nicht missen, bevor wir uns auf den Rückweg nach Springfield machten.

Ab Ostermontag war wieder Schule angesagt und alle Schüler verbrachten einen gemeinsamen Tag an der Springfield High und einen an der Thurston High School.


Vom Chinesenviertel ins Zuchthaus bei Nacht

Am Sonntag, 11. April hieß es Abschied nehmen und um 9 Uhr versammelten sich alle am Eugene Airport, um den dreitägigen Abschluss in San Francisco anzutreten. Leider fiel der Flug buchstäblich ins Wasser, da eine Landung an unserem Zielort wegen schlechten Wetters nicht möglich war. Leider begegneten uns die Damen der United Airlines Express als die ersten unfreundlichen Amerikaner und fertigten uns regelrecht ab. Nachdem erst zwei Tage später für die Gruppe ein Flug möglich gewesen wäre, beschlossen wir, noch am Sonntag mit dem Zug zu fahren. Der Amtrak Coast Starlight, der zwischen Seattle und Los Angeles verkehrt, verließ Eugene Station gegen 18 Uhr und wir erreichten nach 15 Stunden Nachtfahrt unser Reiseziel San Francisco. Mit einem Tag Verspätung quartierten wir uns gegen Mittag im Hotel Renoir an der Market Street ein. Der Himmel hatte ein Einsehen und im Sauseschritt eroberten wir nun die wichtigsten Highlights der Großstadt. Über den Union Square ging es nach Chinatown, danach ins Cable Car Museum. Die anschließende Fahrt mit diesem beliebten  Verkehrsmittel bereitete ungeheuren Spaß. Für die Gefängnisinsel Alcatraz hatten wir die Nachttour gebucht und konnten das Lichtermeer der herrlichen Skyline bewundern. Am Dienstag überquerten wir die schönste und markanteste Brücke der USA, die Golden Gate Bridge in beide Richtungen, wobei sich einige Passanten einen Sonnenbrand einhandelten. Zurück in der City wandelten wir die krummste Strasse der Welt hinab, die Lombard Street, die durch ihr starkes Gefälle nur den Verkehr abwärts erlaubt. Auch wenn die Hortensien zu dieser Zeit noch nicht blühen, gibt das Grün einen zusätzlichen Anreiz für das Auge. In einem chinesischen Lokal rundete ein gemeinsames köstliches Buffetessen am runden Tisch für 17 Personen den Aufenthalt ab. Die Heimfahrt zum Hotel erfolgte in einer großen Limousine. Auch am Mittwochmorgen standen Limousinen vor der Tür und brachten die Schüler zum Flughafen. Nachdem das Einchecken und die Leibesvisitation überwunden waren, stand dem Heimflug nichts mehr im Wege. Unsere Boeing 747 überflog nicht Island, wo gerade ein Vulkan ausgebrochen war, sondern etwas südlicher und wir landeten sicher in Frankfurt, wo vier Stunden später der Flughafen geschlossen wurde. Am Donnerstagnachmittag wurden wir am Stuttgarter Flughafen von unseren Lieben ganz herzlich in Empfang genommen.


Die Reise über den großen Teich war für alle Beteiligten ein einzigartiges, wunderbares Erlebnis. Neue Eindrücke und unvergessliche Erinnerungen werden noch lange haften bleiben.

Allen Eltern, die ihren Kindern die Teilnahme am Austausch ermöglichen, sei herzlich gedankt. Alle Teilnehmer möchten sich bei den Schulleitungen für die freundliche Unterstützung bei der Durchführung des großen Unternehmens bedanken.

Bald wird der Gegenbesuch unserer amerikanischen Partner erfolgen.

Die Planung ist im vollen Gange und wir freuen uns darauf, am 22. Juni 2010 14 amerikanische Gäste in Neckartenzlingen zu begrüßen.

 


 

So erreichen Sie uns:

Realschule
Neckartenzlingen

Auwiesen 4
72654 Neckartenzlingen

Telefon: 07127- 93 29 80
Fax: 07127- 93 29 840

Routenplanung

Aktuelle Termine

Keine aktuellen Veranstaltungen.

Berufsorientierung

Die Berufsorientierung (BORS) ist seit langem ein Schwerpunkt unserer Schule.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bors_Boxbild

Mensaverein

An unserer Schule gibt es eine ausgezeichnete Mensa, die jeden Tag leckere Menüs kocht.

Informationen finden Sie hier.

mensa_salat_klein

AG-Wahlpflichtbereich Klasse 5

Der AG-Wahlpflichtbereich Klasse 5 bietet kreative, musische und künstlerische Entfaltungsmöglichkeiten.

Informationen finden Sie hier.

wahlpflicht