Suchtprävention

Sucht und Drogen – Wie können Eltern präventiv wirken?

Future for all - ein Themenelternabend mit der Wilden Bühne

 

Ein Elternabend der etwas anderen Art stand am vergangenen Montag auf dem Programm. Dazu hatten die Beauftragten für Suchtprävention der drei Schulen des Schulzentrums im Multifunktionsraum neben der Mensa eingeladen. Über 40 Mütter, Väter und Lehrer/innen der Siebtklässler des Gymnasiums, der Realschule und der Werkrealschule waren dieser Einladung gefolgt.

 

Nachdem Frau Geltenbort-Rost vom Gymnasium im Namen von Frau Misselwitz von der Werkrealschule und Frau Karle von der Realschule die Eltern und Gäste begrüßt hatte, berichtete Herr Vatter von der Polizei Neckartenzlingen von seiner Arbeit und seinen Erfahrungen mit dem Thema im Ort und am Schulzentrum und stellte Informationsmaterial zur Verfügung.

Dann stellte Herr Butsch, Leiter der „Wilden Bühne“ in Stuttgart, zunächst das Projekt „Future for all“ vor. Das Projekt wurde ursprünglich im Landkreis Esslingen mit der Polizei und der Präventionsbeauftragten des Landkreises erarbeitet und wird von der Stiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen finanziell unterstützt.

Herr Butsch erläuterte daraufhin die Vorgehensweise bei diesem Projekt, das in allen Klassen 7 der drei Schulen im September und Oktober durchgeführt wurde. Mit dabei waren auch die beiden der Wilden Bühne angehörenden Theaterpädagogen Markus und Emma. Beide, selbst ehemalige Drogenabhängige, erzählten zunächst beeindruckend ihre persönliche Lebensgeschichte, von ihren Gefühlen und Erfahrungen mit verschiedenen Drogen und wie sie es geschafft haben, davon loszukommen. Außerdem berichteten sie, was sie während der Arbeit mit den Schulklassen erleben und welche Fragen die Schülerinnen und Schüler häufig an sie richten.

Eltern konnten immer wieder Fragen stellen und sich darüber austauschen, wie der Projekttag beim eigenen Kind angekommen ist und welche Gespräche Zuhause darüber geführt wurden. Aber auch die Frage wurde behandelt, wie allgemein mit dem Thema umgegangen werden soll.

Danach durften auch die Eltern theaterpädagogisch tätig werden. Die beiden Schauspieler Markus und Emma spielten zunächst eine mögliche Familienszene vor. Tochter „Conny“, Siebtklässlerin, (gespielt von Emma), kommt von der Schule nach Hause und ihr Vater (gespielt von Markus) bemerkt beim gemeinsamen Mittagessen, dass seine 13-jährige Tochter nach Zigarettenrauch riecht. Er spricht sie darauf an, aber sie weicht ihm aus. Er schickt sie schließlich vor sich hin nörgelnd auf ihr Zimmer. Die anwesenden Väter und Mütter waren nun aufgefordert, sich im Gespräch untereinander alternative Handlungsmöglichkeiten zu überlegen.

Im Plenum wurden verschiedene Strategien vorgestellt und besprochen. Zwei mutige Mütter spielten ihre persönlichen Lösungsmöglichkeiten mit der „Tochter“ Conny durch. Diese zeigte sich jedoch ihrem Alter entsprechend nicht sonderlich gesprächsbereit, eröffnete mehrere Gesprächs-Nebenschauplätze und wich dem strittigen Thema wiederholt gekonnt aus. Mal meckerte sie am Essen herum, mal schimpfte sie unaufhörlich über ihren Mathelehrer, mal stellte sie ihre eigenen Pläne für diesen Tag in den Vordergrund. Da war sensibles Vorgehen gefragt. Die beiden kurzfristig zu Schauspielerinnen ernannten Mamas hielten sich dabei jedoch wacker und ließen sich nicht allzu sehr beirren, auch wenn so manche Reaktion der pubertierenden Conny (beeindruckend spontan und authentisch gespielt von Emma) für allgemeine Erheiterung sorgte. Im Anschluss gab Emma den Eltern Rückmeldung darüber, wie sie das Verhalten des Vaters und der beiden Mütter zum einen in der Rolle der „Conny“ und aber auch persönlich erlebt hat. Sie ermutigte die Eltern, selbst ganz klar Position zu beziehen und bei Nichteinhalten der Regeln Konsequenzen anzudrohen, und diese dann im Bedarfsfall auch tatsächlich umzusetzen. Die persönliche Sorge ausdrücken und das klare Einfordern von Regeln bringe jungen Menschen in der persönlichen Entscheidungsfindung häufig mehr als ein wohlgemeintes „Für- alles-Verständnis“. Eltern wurden aufgefordert die Auseinandersetzung mit den Kindern nicht zu scheuen, denn genau darin zeige sich die Fürsorge und das Interesse der Eltern an ihren Kindern.

 

Abschließend bedankte sich Frau Geltenbort-Rost im Namen aller Präventionslehrerinnen bei Herrn Vatter und den Gästen aus Stuttgart für den gelungen Abend mit einem genussvollen Geschenk. Aber auch die Eltern und Lehrer/innen wirkten am Ende zufrieden, denn es durften alle einen informativen aber gleichermaßen auch unterhaltsamen Abend erleben.

Wilde Bühne

 

Das Foto zeigt Herrn Butsch und die beiden Schauspieler zusammen mit Frau Geltenbort-Ros

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